Rescuedog Shooting

November 2013

Kürzlich konnte ich einem Training der BRK Rettungshundestaffel Neustadt/Aisch beiwohnen.

Da mich jegliche Hundeausbildung und Hundearbeit sehr interessiert, war es schon lange mein Wunsch,

hier einmal dabei zu sein. Nebenbei gibt’s ja auch noch tolle Hunde zu fotografieren!

Unangemeldet kam ich an und stellte mich dem Staffelleiter vor.

Eberhard und die Rettungshundeführerinnen nahmen mich sehr freundlich auf und erlaubten mir das Fotografieren.

Meine Fragen zur Ausbildung wurden geduldig und bereitwillig beantwortet.

Leider war das Licht sehr schlecht, wir hatten Hochnebel, es kam kein Sonnenstrahl durch. Dazu kommt noch, dass

die Lichtverhältnisse im Wald ja ohnehin immer schlechter sind, als außerhalb.

Die Hunde arbeiteten mit großem Arbeitswillen und natürlich in rasender Geschwindigkeit.

Trotzdem konnte ich ein paar Situationen festhalten, die einen Einblick in das Training und die hervorragende Ausbildung der Rettungshunde geben.

Es ist sehr viel Enthusiasmus, Zeitaufwand, und natürlich Fachkenntnis erforderlich, um als Führer einen Rettungshund auszubilden.

Ich war von der Arbeit begeistert.

Gleich zu Beginn konnte ich die Ausbilderin Petra beim Training der „Opferbindung“ mit "Hera"  fotografieren.

 

Hierbei lernt der Hund, nach dem Fund der vermissten Person, diese nicht zu verlassen und er verbellt laut und anhaltend, damit er seinem Führer akustisch meldet, wo er sich befindet.

Dies kann man hier auch sehr schön von „Digger Djuke“ sehen, der bereits an der vermissten Person ist und nun auf seine Führerin wartet.

Wie man hier sieht, ist das Training auch mit körperlichem Einsatz für die Führer verbunden, der Boden ist ja im November auch nicht gerade „angenehm temperiert“.

 

Im Ernstfall wird dem Rettungshundeführer ein Gebiet zugewiesen, welches der Hund selbständig, konzentriert, zuverlässig und flächendeckend absucht.

Dabei trägt er ein spezielles Geschirr, die „Kenndecke für Rettungshunde“.

Dieses ermöglicht ein sofortiges Erkennen des Hundes im Sucheinsatz für Polizei, Einsatzkräfte, Rettungsdienst, Jägerschaft und Forstbeamten.

Außerdem erfüllt die „Kenndecke“ eine weitere wichtige Aufgabe:

Bereits beim Anlegen dieser wird der Hund auf die bevorstehende Arbeit eingestimmt und weiß nun, dass es gleich los geht!

 

Nun wird der Hund zur Flächensuche angesetzt.

Aufmerksam verfolgt „Brave Amy“ die Anweisungen ihrer Chefin.

Auf das Kommando hin, startet die Retrieverhündin los.

Nun sind zwei versteckte Personen zu finden, die zuverlässig von ihr gemeldet werden.

In der Tiefe des Waldes ertönt ihr Laut.

Und sie hat gefunden! Bei der versteckten Person handelt es sich um den Staffelleiter, nicht auszudenken, welche Folgen es hätte,

wenn er verloren gegangen wäre!

Auf dem Rückmarsch zum Team werden noch Details der Hundearbeit besprochen.

In der Zwischenzeit bereitet sich ein weiteres Team auf den bevorstehenden Trainingseinsatz vor.

Es ist Martina mit "Fanny".

Auch hier erwartet der Hund sehnsüchtig seine Kenndecke, er weiß, dass er nun gleich selbst losstarten darf.

Auch "Fanny" findet zuverlässig die versteckten Personen und zeigt ihrer Chefin durch das aufgenommene Bringsel, dass sie gefunden hat.

Das ist im Vergleich zum Verbellen, eine andere Form des Verweisens.

Ein Bringselverweiser nimmt, nachdem er die Person gefunden hat, das sogenannte Bringsel in den Fang und läuft sofort zurück zur Führerin (das Bringsel hängt an der Halsung des Hundes und ist ein kleiner Dummy ca. 6-10 cm lang, aus Kunststoff oder Leder)

Bei der Führerin angekommen, nimmt diese ihm das Bringsel ab, meldet eine „Anzeige“ und wird vom Hund zur Person geführt, entweder frei verweisend oder geschnallt.

 

Auf den Bildern kann man nur erahnen, wie schnell die Hunde bei der Suche sind. Hier ein paar Beispiele.

Finou in Aktion.

Wie ein geölter Blitz startet er los und ist im Nu verschwunden.

 

Fast vergisst man dabei die Schönheiten des Waldes, die ganz nebenbei noch in Erscheinung treten.

Die Rettungshundestaffel ist übrigens sehr dankbar, daß die Bayerische Staatsforsten, in den Waldgebieten um Schornweisach,

diverse Gebiete als Trainings- und Ausbildungsgebiet zur Verfügung stellt.

Dies ist die Voraussetzung für eine Ausbildung unter authentischen Einsatzbedingungen.

 

Als krönenden Abschluss meiner Fotoreportage gewährten mir die Rettungshundeführer noch die Gelegenheit zu einem Portrait.

Eberhard mit Finou

 

Petra mit „Brave Amy“

 

Martina mit "Hera"

 

Melli mit "Buddy"


 

Natürlich darf das Gruppenfoto nicht fehlen.

v.l.n.r.: Finou, Hera, Brave Amy, DiggerDjuke, Fanny und Buddy

Mir hat es viel Spaß bereitet, gerne komme ich wieder.

Diese Hunde können Menschenleben retten!

Vielen Dank an alle Beteiligten!yes

 

Nach oben